30.12.2018

[Lesezeit] Mein Buchjahr 2018


Wo soll ich beginnen? Wenn ich an das zurückliegende Jahr denke, denke ich an viele schöne Dinge und Erlebnisse, aber auch an den Schrecken der mich noch immer nicht so ganz losgelassen hat. Eine ewige Konstanze war dabei, wie in den vergangenen Jahren, das lesen. 

Auch wenn du davon hier nicht sonderlich viel mitbekommen hast - wie wahrscheinlich allgemein wenig, denn ich habe noch nie in einem Jahr so wenig gebloggt wie in diesem... Dennoch habe ich immer mal wieder zum Buch, bzw. zum E-Reader gegriffen. Auf insgesamt 24 Bücher habe ich es geschafft. Wobei ich allein 4 davon im Dezember gelesen habe.


Ich erinnere mich, wie ich am dunklen Jahresanfang mit den Raben geflogen bin und mich durch eine vom Virus gesäuberte Welt gekämpft habe, während es plötzlich am Gründonnerstag schneite und der Mann Tags darauf um meine Hand anhielt. Ich erinnere mich daran, wie mich die Papiermagier so nachhaltig begeisterten, dass ich selbst im September noch immer Papierflieger und Origamifaltungen im Kopf hatte und unbedingt Papiermäuse basteln wollte, um diese einer Katzenfreundin zu schenken (ganz nach dem Motto: Mäuse für die Katze). Im letzten Moment hatte ich mich dann aber doch anders entschieden (die Mäuse wollten nicht in die dafür vorgesehene "Schachtel" passen). 


Folgende Bücher haben mich 2018 begleitet


Nach einem lesearmen Sommer konnte mich ein Dunkler Elfenprinz und sein Froschröschen wieder in die Welt der Wörter entführen, während sich draußen allmählich die Blätter gelb färbten. Auf den wunderbaren Erzählstil von Halo Summer wollte ich nicht weiter verzichten, denn immerhin hatte ich noch die Fortsetzung der unglaublichen Geschichte Amyuletts, die darauf wartete endlich verschlungen zu werden, auf meinem To Read-Stapel.

Ein junges Mädchen mit dem Namen der japanischen Kirschblüte verleitete mich, nach Jaaaahren mal wieder einen Manga zu kaufen, und natürlich auch zu lesen, während ich direkt danach einen Jungen auf seinem Abenteuer über den wilden Flusses begleitete. Ich tauchte wieder ein in diese unglaubliche Fantasie jenes Mannes, der einst den goldenen Kompass erschuf, während ich in der wirklichen Welt auf Hochzeitskleidsuche war. Es wurde übrigens das dritte Kleid, aber das ist eine andere Geschichte...


Meine liebsten Zitate des Jahres

Meine Liebe zu Zitate schlug natürlich auch wieder dieses Jahr zu. So habe ich eine Vielzahl an Wörtern und Zeilen in den von mir gelesenen Büchern markiert und möchte eine Auswahl davon gerne an dieser Stelle mit dir teilen.

"Wenn du willst, dass dir jemand mit Sympathie begegnet, 
bitte ihn um einen persönlichen Gefallen."
Alexej - Rabenblut von Nikola Hotel


"Jeder hat eine dunkle Seite! Aber jeder kann selbst entscheiden, 
ob er ihr Raum gibt oder nicht."
Ceony - Der Papiermagier von Charlie N. Holmberg 


"Das kommt davon, wenn man unabhängig sein will: Man wird überflüssig."
und
"Wenn man immer alles tut, um böse Überraschungen zu vermeiden, 
verpasst man am Ende auch die guten."
Das Leben ist ein listiger Kater von Marie-Sabine Roger


"Das Böse - was war es denn anderes als eine Illusion, die Leiden schuf? Diese Illusion zu enttarnen war der Sinn des Seins. Sie zu besiegen, war Freiheit."
Viego Vandalez - Der tiefste Grund von Halo Summer


"Dort, wo uns der Tod hinbringt, ist das Leid aufgehoben. Aber das, was wir im Leben an Sinn und Glück gefunden haben, vergeht nicht, denn es ist das, was uns ausmacht. Und immer ausmachen wird, egal, wohin wir gehen."
Hanns - Der tiefste Grund von Halo Summer


Das etwas andere Zitat

Einen besonderen Platz erhält ein Zitat aus Rabentod.  Es drückt so eine riesige Portion Emotion aus, zeigt in so wenigen Sätzen so viel aus der Gefühlswelt des grausamen Charakters, der ein Leben als Fiesling und bösen Antihelden fristen muss; dass ich es hier einfach noch einmal gesondert hervorheben möchte:

"Ja, ich gehöre zum Gesindel, zum Abschaum, aber das pisst mich nicht an. Ich bin ein Spieler, ein Betrüger, ein Dieb; einer, der nichts bereut. Ich bin nicht nur vaterlos, sondern auch gottlos, respektlos. Ich habe keine Ahnung, was es bedeutet, sich um jemand anderen zu sorgen. Und wenn es eins gibt, wofür ich dankbar bin, dann ist es genau das! Ich habe vielleicht kein Gewissen. Aber ich bin verdammt noch mal kein Heuchler. Wenn ich etwas will, dann nehme ich es mir und frage nicht danach, ob es mir zusteht. Ich nehme es mir!"
Sergius - Rabentod von Nikola Hotel


Ein Zitat aus der Wirklichkeit

Dieses Jahr möchte ich an dieser Stelle noch ein weiteres, besonderes Zitat festhalten. Dieses stammt allerdings nicht aus einem Buch, aus einer erfundenen Geschichte, sondern aus der Realität eines besonderen Menschen dessen Gedankengänge mich immer wieder berühren:

"Irgendwann auf der Reise zwischen Kindsein und Erwachsenwerden habe ich mich selbst verloren [...]"


Wie steht es mit dir? Hast du dich verloren oder gefunden? Mal schauen was 2019 so für uns bereit hält. Ich wünsche dir ein frohes und gesundes neues Jahr!

Kommentare:

  1. Schon merkwürdig, wie wenig 24 Bücher aussehen, wenn man sie so klein nebeneinander legt. Dabei sind das ja doch etliche Seiten.

    Wie viele Bücher ich gelesen habe, weiß ich gar nicht. ... Habe jetzt aus Neugierde doch mal den Blog durchgeklickt, um nachzuzählen. Mit den Büchern, die ich in den letzten Wochen noch gelesen habe, komme ich dann auch auf ca. 25. Aber das meiste davon habe ich eindeutig zu Beginn des Jahres gelesen und das fühlt sich schon wie ein anderes Leben an. ;)

    Liebe Grüße

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    1. Ich weiß genau was du meinst...

      Lieben Gruß, nossy

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