21.11.2017

[Lesezeit] Ich und die Menschen von Matt Haig




In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?
Kurzbeschreibung: amazon.de

Über "Ich und die Menschen" fällt es mir schwer zu schreiben. So richtig kann ich es nicht festmachen woran es liegt. Vielleicht ist es die Beschreibung dieser außerirdischen Lebensform. Vielleicht ist es die Vorstellung, wie sie sich unerkannt unter den Menschen bewegt, ihre Identitäten übernimmt, sie sogar regelrecht ersetzen können? Vielleicht ist es aber auch einfach diese Art wie der falsche Andrew das menschliche Leben nach und nach immer besser kennen lernt. Natürlich nur um diese merkwürdig hässliche, selbstzerstörerische Spezies Namens Mensch, die unter seinesgleichen kaum mehr als Aberglaube war, zu verstehen und zu erforschen.

Was ich sagen will, ist, es dauert so lange, die Menschen zu verstehen, weil sie sich selbst nicht verstehen.  

Regelmäßig muss der falsche Andrew an seine Befehlshaber Bericht erstatten. Doch den Auftrag den er ausführen sollte, führt er nicht aus. Immer mehr Zeit erbittet er sich, um zu verstehen, um zu forschen und ehe er sich versieht befindet er sich im Strudel der Menschlichkeit ... was seinen Obrigen alles andere als gefällt. Was sollen sie auch mit einer Schachfigur, die ihren Zug nicht setzen will? Es kommt also wie es kommen muss. Die Schachfigur wird aus dem Spielfeld genommen.

Kommentare:

  1. Was für ein interessantes Review! Ich bin in der letzten Zeit auf der Suche nach neuen Büchern da ich anfangen möchte mehr zu lesen :)
    Ganz liebe Grüße - Marlena von www.sparklingmind.de

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    1. Dankeschön :)
      Schau gerne mal in meinem Bücherregal vorbei, da findest du so einige lesenswerte Bücher.

      Viele Grüße, nossy

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  2. das klingt ja wirklich nach einer spannenden idee. wie fandest du seinen schreibstil? ich hab von ihm ja das ziemlich gute gründe um am leben zu bleiben gelesen und das fand ich inhaltlich schon interessant, der stil war aber irgendwie nicht so meins.

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    1. Der Schreibstil war für mich ganz normal, also keine komischen Schreibexperimente oder sowas. Alles klar, gut verständlich, keine übermäßig langen oder verschachtelten Sätze. Also in dem Sinne ein gutes Leseerlebnis. :)

      Lieben Gruß

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